Dipl.Tzt. Diana Nadolph

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Aktuelles / Informationen

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schokolade

Schokoladevergiftung beim Hund

Warum "Schoko" so gefährlich ist!?!

Der Grund für die Giftigkeit der Schokolade beim Hund ist der Inhaltsstoff Theobromin. Theobromin ist ein sogenanntes Purinalkaloid (=ein Stimulans, das auf das zentrale Nervensystem des Tieres einwirkt). Es ist in der Kakaobohne enthalten, die zur Herstellung von Schokolade verwendet wird. Weiße Schokolade hingegen enthält keinen Kakao und somit auch kein Theobromin.

SYMPTOME:

  • Erhöhung des Blutdruckes und der Pulsfrequenz
  • Zittern, Unruhe, Hyperreflexie, Krampfanfälle
  • Erbrechen, Durchfall
  • Todesursache ist oft eine Herzrhythmusstörung oder ein Atemstillstand

Je nach eingenommener Dosis können verschiedene Symptome in unterschiedlich starker Ausprägung auftreten. Die ersten Symptome treten üblicherweise innerhalb von 2 bis 4, ausnahmsweise auch bis zu 12 Stunden nach der Einnahme auf. Unbehandelt, kann die Theobrominvergiftung  innerhalb von 12 bis 36 Stunden zum Tod führen.

Tödliche Dosis: 100 – 500mg/kg Körpergewicht

schoko-hund

Symptome einer schweren Vergiftung können aber schon bei weitaus geringeren Dosen auftreten:

ProduktTheobromingehalt
Bitterschokolade16 mg/g
Getrocknetes Kakaopulver28,5 mg/g
Hülle der Kakaobohne9,1 mg/g
Milchschokolade2,3 mg/g
Trinkschokolade (flüssig)0,4 mg/g
Weiße Schokolade0,009 mg/g
Zartbitterschokolade5,7 mg/g

Als grobe Faustregel gilt:
150 g Milchschokolade oder 15 g dunkle Schokolade (70%) pro Kilogramm Körpergewicht, wirken giftig. (Quelle: vetpharm.uzh.ch) Betrachtet man diese Faustregel wird schnell klar, dass bei kleinen Hunderassen wie Dackel, kleinen Terrier, Havaneser oder Chihuahua bereits 1-2 Rippen Schokolade zu Vergiftung führen können.

Therapie:

Die Behandlung einer frischen Theobrominvergiftung besteht zuerst aus dem Herbeiführen von Erbrechen, wodurch noch nicht resorbiertes Theobromin aus dem Magen entfernt wird. Durch die Gabe von Aktivkohle kann bereits resorbiertes Theobromin aus dem Blutkreislauf entfernt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Durch Infusionen kann das im Blutplasma vorhandene Theobromin verdünnt und seine Ausscheidung über die Nieren begünstigt werden. Die Beginnt eine Behandlung innerhalb von zwei bis vier Stunden nach der Aufnahme, ist die Prognose gut. Bei Vorliegen von zentralnervösen Störungen ist die Prognose weniger gut. Theobromin selbst verursacht keine bleibenden Schäden; allerdings können einige der Komplikationen einer Vergiftung, beispielsweise eine starke Hyperthermie (=starke Erhöhung der Inneren Körpertemperatur) zu bleibenden Schäden führen.